24.07.1946
Erste Magistratssitzung der Stadt Senftenberg „Zur Gründung eines Stadttheaters“
21.10.1946 „Wir stellen uns vor“ – Eröffnung des Senftenberger Stadttheaters
27.10.1946 Erste Theaterpremiere mit „Land des Lächelns“ von Franz Lehar
1947 Erste Opernaufführung „Figaros Hochzeit“
29.12.1947 Gerhard Kühnel (Theaterbote) kauft Lebensmittel im russischen Kaufhaus in Berlin für die Mitarbeiter des Hauses.
07.02.1948
Erster Senftenberger Theaterball

Dezember 1949

Der erste Intendant Heinz Zimmermann verlässt unser Theater. Zuvor wird er zu dessen Ehrenmitglied ernannt.

Oktober 1950

Günter Lange wird zum Intendanten berufen.
Spielzeit 1952/53 Horst Schönemann inszeniert als Gast vom Deutschen Theater „Don Gil in den grünen Hosen“ von Tirso de Molina.
24.10.1952 Horst Schönemann schreibt seinem Intendanten einen Brief mit der Bitte um Unterstützung und wird zum „Lichtbringer“ und Vater des legendären Patenschaftsvertrags zwischen dem Deutschen Theater Berlin und dem Stadttheater Senftenberg. Damals ein Novum in der deutschen Theatergeschichte.
17.05.1953 Unterzeichnung des Patenschaftsvertrags zwischen dem Deutschen Theater Berlin und dem Stadttheater Senftenberg
Spielzeit 1953/54
Bei der Bespielung der Gastspielorte legt man allein in dieser Spielzeit eine Strecke von 19.640 Kilometern zurück.
Spielzeit 1954/55 In dieser Spielzeit gab es im eigenen Haus 179 und in Gastspielorten 260 Aufführungen. Die durchschnittliche Besucherzahl betrug 426 Besucher. Mit insgesamt 187.089 Besuchern erreichte man das beste Spielzeitergebnis seit 1946.
20.08.1956 Das Leitungskollektiv des Stadttheaters bestehend aus Günter Lange (Intendant), Horst Schönemann (Oberspieleiter), Armin Stolper (Chefdramaturg) und Eberhard Bleichert (Chefausstatter) erhalten den Carl-Blechen-Preis 1. Klasse.
19.10.1956 Premiere von Gorkis „Nachtasyl“ in der Inszenierung von Horst Schönemann im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Theaters. Der Inspizient zählt 40 Vorhänge! Am 17.03.1957 wird man damit in den Kammerspielen des Deutschen Theaters gastieren und auch von den Berlinern frenetisch gefeiert werden.
21.10.1956 Der Patenschaftsvertrag wird in einen Freundschaftsvertrag umgewandelt. Am Abend gastiert das Deutsche Theater Berlin mit „Kabale und Liebe“ in der Inszenierung von Wolfgang Langhoff (Bühnenbild: Heinrich Kilger). Auf der Bühne unter anderem: H. Drinda, V. Burg, W. Langhoff und H. Grosse.

Frühjahr 1957

Deutsche Erstaufführung von Nasim Hikmets Stück „Haut den Lukas“ unter Anwesenheit des Autors. Anschließend gastiert man damit in der „Diestel“ Berlin.
1958 Das Senftenberger Theater gastiert mit „Das Galgenspiel“ von Peter Leising erneut im Deutschen Fernsehfunk.
14.12.1958 Das Senftenberger Theater erhält als erstes Theater in der DDR den neugestifteten Hans-Otto-Preis der Gewerkschaft Kunst. Es wird ihn noch zwei weitere Male erhalten.
01.05.1959 Eröffnung der 1. Arbeiterfestspiele
07.06.1959 Umbenennung des Stadttheaters in „Theater der Bergarbeiter“
Juli 1959 Horst Schönemann und Armin Stolper verlassen mit ihren Protagonisten das Senftenberger „Theater der Bergarbeiter“ in Richtung Berlin.
1959 Fertigstellung des Werkstattgebäudes
01.08.1959 Klaus Gendries vom Deutschen Theater Berlin übernimmt die Oberspielleitung und Ernst Kautz als Absolvent der Humboldt-Universität die Chefdramaturgie.
Spielzeit 1959/60 Gendries inszeniert „Lohndrücker“ und „Korrektur“ von Heiner Müller. Der Autor besuchte immer wieder die Proben, wie auch Hans Garbe, die eigentliche zentrale Figur des Stückes „Lohndrücker“.
15.05.1960

Premiere „Die Sorgen und die Macht“ von Peter Hacks in der Regie von Klaus Gendries. Peter Hacks ist Premierengast, ist begeistert von der Inszenierung, benennt sie als erstklassig und gratuliert dem Ensemble herzlichst, um dann mit diesem den großen Erfolg zu feiern.

Ullrich Thein inszeniert als Gast „Die Mitternachtsmesse“. Es ist seine erste Regiearbeit.

1960 „Die Weltbühne“ berichtet mit großer Hochachtung von den künstlerischen Leistungen des Musiktheaters in Senftenberg.
1961 „Black Pit“ in deutscher Erstaufführung
Juli 1961 B. K. Tragelehn beginnt sein Engagement als Regisseur am TdB.

Oktober 1961

Politische Prozesstage im Theater. Infolge derer wird B. K. Tragelehn in den Tagebau Klettwitz strafversetzt. Für Klaus Gendries wird ein bereits zugesagtes Engagement am Staatstheater Dresden wieder aufgehoben.
1962 Im Gerhart-Hauptmann-Jahr inszeniert Gendries „Rose Bernd“ und gastiert damit erfolgreich in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin.
Spielzeit 1962/63

Letzte Spielzeit von Klaus Gendries am Senftenberger Theater. Er geht als Regisseur zum Deutschen Fernsehfunk und dreht dort ca. 70 Fernsehfilme.

Gisela Müller-Stahl wird Chefdramaturgin und Ulf Reiher beginnt in Senftenberg als Schauspieler und Regisseur.

Spielzeit 1963/64 Beginn der Sinfoniekonzertreihe unter der Stabführung von Kurt Natusch
21.11.1971 Horst Schönemann wird Ehrenmitglied des Theaters der Bergarbeiter.
1972 Das Theater der Bergarbeiter erhält zum zweiten Mal den „Hans-Otto-Preis“.
Spielzeit 1976/77

Jürgen Fricke wird Intendant und und setzt durch, dass die Arbeiten am neuen Verwaltungsgebäude, die 1975 begonnen wurden, fortgesetzt werden.

Eröffnung der Studiobühne mit der Inszenierung „Handbetrieb“ von Paul Gratzik.

Abschluss eines Freundschaftsvertrags mit dem Maxim-Gorki-Theater.

Zum dritten Mal erhält das Theater der Bergarbeiter den Hans-Otto-Preis.

1981 Auszeichnung des Theaters mit dem „Vaterländischen Verdienstorden in Bronze“
1983 Walter Schmidt wird Intendant.
1984 Ein Theaterfest wird zu Walter Schmidts Karriereende.
1986 Thomas Bischoff inszeniert „Wir, die Endesunterzeichneten“ von Alexander Gelmann.
1987 Gesine Carlitschek balanciert als Intendantin zwischen Bühnendramatik und politischer Dramatik.
1988

Beginn mit dem Abriss des alten „Theaters“.

Rohbauerweiterung des Werkstattgebäudes.

1989

Nationale Volksarmee demontiert das „Turnhallendach“. Richtfest ist im März.

Im Dezember wird Heinz Klevenow Intendant.

1990 Innenausbau des Theaters: Beleuchtung, Drehscheibe, Hebebühne, Möbel und Gestühl
13.10.1990 Sonderkonzert für die Bauarbeiter
14.10.1990 Festliche Wiedereröffnung des Theaters als „Neue Bühne“ mit 169 Mitarbeitern
Spielzeit 1991/92 Erste Strukturüberlegungen, da 1992 das Finanzierungsprogramm des Bundes ausläuft. Das Landratsamt wird Rechtsträger.
März 1992

Gründung des Fördervereins.

Erstes Gastspiel in den alten Bundesländern. In der Partnerstadt Püttlingen mit „Diener zweier Herren“ und „Geburtstag“.

Spielzeit 1992/93 Das Orchester geht in die Trägerschaft des Landkreises. Damit ist die Auflösung der Sparte Musiktheater nach 47 Jahren vollzogen.
26.02.1993 Letzte Premiere des Musiktheaters mit „Don Giovanni“. Am 28.06. gibt es die Abschiedsgala des Musiktheaters.
Spielzeit 1993/94 Erste Spielzeit als Kinder- und Jugendtheater des Landes Brandenburg
1994

Beginn zertifizierter Lehrgänge für Darstellendes Spiel für die Schulen und ein erstes Schülertheatertreffen mit 140 Teilnehmern.

Im Herbst Gastgeber für das Festival „ASSITEJ“ der Internationalen Vereinigung für Kinder- und Jugendtheater.

1995 Gründung des Zweckverbandes Niederlausitzer Theaterstädtebund, was erstmals eine finanzielle Sicherheit durch einen Theatervertrag mit dem Land ermöglicht.
1996 Die Neue Bühne begeht ihr 50-jähriges Bestehen, spielt rund 400 Vorstellungen und 30 Gastspiele und erreicht 80.000 Besucher.
1997

Das 8. Bundestreffen für Jugendclubs an Theatern findet in Senftenberg statt.

Standort und Finanzierung des Amphitheaters sind gesichert.

Spielzeit 1999/2000 Baubeginn des Amphitheaters
2000 Die Neue Bühne wird als erstes Theater in Brandenburg mit dem Kunstpreis des Landes  als „Bestes Theater“ geehrt. Ein Jahr später zwingen finanzielle Engpässe zur Erstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes, welches die erneute Entlassung von 15 Mitarbeitern zur Folge hat.
2001 Eröffnung des Amphitheaters mit der Inszenierung „Ein Sommernachtstraum“
Spielzeit 2002/03 Das Theater erwirtschaftet notwendige 35.000 Euro als Eigenanteil für weitere Rekonstruktionen in Millionenhöhe in den Jahren 2005/06.
2004

Weiterer Theatervertrag zwischen dem Zweckverband Neue Bühne und dem Land Brandenburg bis 2006

Sewan Latchinian wird Intendant und eröffnet seine erste Spielzeit mit einem „GlückAufFest“ dem weitere neun GlückAufFeste folgen werden.

Das Theater erhält ein neues Logo (entworfen von Tobias Wartenberg). Es symbolisiert ein Schaufelrad in Anlehnung an den früheren Bergbau und die damit verbundene Theatertradition.

2005 Die Neue Bühne Senftenberg wird gemeinsam mit dem Deutschen Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen und dem Schauspielhaus Hamburg „Theater des Jahres“, eine deutschlandweit bewunderte Theatersensation, die bis heute für ein Theater „außerhalb der Zentren“ einmalig ist!
2008

Das Amphitheater wird eigenständige vierte Spielstätte des Theaters.

Die Inszenierungen von „Faust I“ und „Faust II“ wird für die beste Regie für den Deutschen Theaterpreis „Faust“ nominiert.

2009 Kritiker nennen die Sewan-Latchinian-Inszenierung „Hermannsschlacht“ eine Rehabilitierung des Stückes von C.D. Grabbe.
2011 Deutsche Erstaufführung von S. Hessels Text „Empört Euch“
2013 Fast 10 Stunden Theater am Stück im 10. GlückAufFest „Wirklichkeit“
2014 Manuel Soubeyrand wird Intendant und startet mit einem national beachteten „Jahr 100  Spektakel“
2015 „BRECHT AUF“ das Fest - Eine erfolgreiche Würdigung des großen Dramatikers
2016 "Wir sind 70! Das Fest." - Spektakel aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Theaters in Senftenberg

 


Erarbeitet von Hans-Peter Rößiger auf Grundlage der Materialien zu „Geschichte und Geschichten des Senftenberger Theaters“/Verwendbar nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors