SENFTENBERGER LESUNG
Seit 1995 werden in der Reihe SENFTENBERGER LESUNG interessante schreibende Zeitgenossen mit ihren neuesten Büchern vorgestellt. Bisher lasen:
Jutta Schlott, Rolf Schneider, C.U. Wiesner, Helga Königsdorf, Gisela Steineckert, Helmut Sakowski, Stephan Hermlin, Volker Braun (2x), Werner Heiduczek, Günter de Bruyn, Walter Nowojski las Victor Klemperer, Waldtraut Lewin (2x), Inge Viett, Erich Loest, Angela Drescher las Brigitte Reimann, Kurt Böwe (2x), Landolf Scherzer, Hanne Hiob, Günter Wallraff, Herbert Otto, Inge Keller, Thomas Brussig, Hansgeorg Stengel, Rolf Hochhuth, Daniela Dahn (2x), Heinz Kahlau, Eberhard Esche, Jürgen Hart, Uwe Kant, Wolfgang Hilbig, Gaby Seyfert, Hermann Kant (2x), Renate Holland-Moritz, Annekathrin Bürger (2x), Ekkehard Schall, Monika Maron, Wolfgang Engler (2x), Manfred Maurenbrecher (2x), Steffen Mensching, Ernst Röhl (2x), Kerstin Hensel, Sewan Latchinian, Adelheid Latchinian, Jurij Brezan, Jutta Wachowiak, Arno Funke, Lothar Kusche, Gisela May, Christoph Hein (2x), Edgar Külow, Hans-Eckardt Wenzel (2x), Ernst Schumacher (2x), Mathias Wedel, Wolfgang Kohlhaase, Peter Blochwitz, Matthias Biskupek, Martina Rellin, Judith Hermann, Elfriede Brüning und Jörg Vogel.
In Zusammenarbeit mit der Bibliothek und der Stadt Senftenberg.
SENFTENBERGER LESUNG
JURIJ KOCH
liest aus seiner Erzählung AM ENDE DES TAGES begleitet von dem Musiker Matthias Kießling
22.04.2012
Jurij Koch (Jahrgang 1936) ist ein vor allem in unserer Region bekannter Schriftsteller, der sowohl sorbisch als auch deutsch veröffentlicht. Er selbst über sich: „Ich schreibe (wenn nach der Publizistik noch Zeit bleibt) Geschichten, in denen Heimat und Welt vorkommen, mein Imperium Kindheit, das ganze Leben und so, Steine und Märchen, Leute wie mein Vater, auch Schurken, Lügner, Naturzerstörer, Vögel auch, und ich zeige, wie es um sie steht nach meiner Meinung.“
Jurij Koch, begleitet von dem Musiker Matthias Kießling, stellt in Senftenberg sein jüngstes Buch „Am Ende des Tages“ vor. Es erzählt die tragische (tatsächliche) Geschichte des sorbischen Hirtenjungen Jurij Rycer. Die ihm wiederfahrenen Demütigungen rächt er durch Selbstjustiz - vergleichbar mit Michael Kohlhaas.
SENFTENBERGER LESUNG
ANDREJ HERMLIN
liest aus seiner Autobiographie MY WAY - EIN LEBEN ZWISCHEN DEN WELTEN
25.03.2012
Andrej Hermlin wurde 1965 in Berlin als jüngster Sohn des Schriftstellers Stephan Hermlin geboren. 1987 gründete er das 14-köpfige „Swing Dance Orchestra“, mit dem er heute weltweit erfolgreich auftritt. Im vergangenen Sommer konnten die Senftenberger ein grandioses Konzert mit ihm im Amphitheater erleben. Andrej Hermlin ist Komponist und Texter, Bandleader und -manager, er schrieb Filmmusiken und Radio-Jingles. Im Frühjahr 2011 erschien im Berliner Aufbau-Verlag seine Autobiografie „May Way. Ein Leben zwischen den Welten.“ Sie ist ein Rückblick auf eine ungewöhnliche Kindheit und Jugend in der DDR, eine Reise in die faszinierende Welt des Swing und erzählt von Begegnungen mit Dichtern wie Pablo Neruda, Max Frisch und Heinrich Böll.
„Ich habe einen jüdischen Vater, eine russische Mutter, ich bin mit einer Kenianerin verheiratet, und spiele US-Musik.“ Andrej Hermlin
SENFTENBERGER LESUNG
WLADIMIR KAMINER
liest aus seinem Buch LIEBESGRÜSSE AUS DEUTSCHLAND
12.02.2012
Wladimir Kaminer, 1967 in Moskau geboren, kam 1990 in die DDR, wurde ihr Staatsbürger, aber bald schon Bürger der BRD. Er lebt seither mit seiner Familie in Berlin. Wladimir Kaminer schaffte es schnell, bundesweit einen Kultstatus zu erringen, legendär ist seine „Russendisko“. Noch heute legt er gerne neue russische Popmusik und Underground auf. „Russendisko“ ist auch der Titel seines ersten Buches, dessen Verfilmung bald in die Kinos gelangt. Dem ersten Buch folgten Jahr für Jahr viele weitere, in denen er immer auf's Neue deutschen Alltag unterhaltsam-ironisch auf die Schippe nimmt. So auch in seinem jüngsten Buch „Liebesgrüße aus Deutschland“, das er mit dem Satz: „Und immer fällt die neue Heimat beim Vergleich durch. Nie hält sie, was man sich von ihr versprochen hat.“ beginnen und seine verschmitzten Begründungen folgen lässt.


