Der Dritte
1972, Regie Egon Günther
DEFA-Filmreihe 2026/27
Margit, gespielt von Jutta Hoffmann, fühlt sich bei der Diakonissenausbildung nicht wohl. Ihre Ansprüche reichen weiter. So wird sie mit Fleiß und Engagement eine erfolgreiche Mathematikerin. Doch allein damit wird sie nicht wirklich glücklich. Sie sehnt sich nach Liebe. Um diesbezüglich Erfüllung zu finden, braucht es allerdings mehrere Anläufe.
Die Filmhandlung wird getragen von einer subtilen Mischung aus ernsten Momenten und hintergründiger Heiterkeit. Dabei zeigt sich eine bemerkenswerte Offenheit, der nichts Menschliches fremd bleibt. In der Geschichte wird über Fragen der weiblichen Emanzipation nicht als abstraktes Konstrukt verhandelt, sondern mit Blick auf komplexe Persönlichkeitsstrukturen.
Über die DEFA-Filmreihe
Die DEFA-Filmreihe 2026/27 steht unter dem Titel „Persönliches Glück – gesellschaftliche Herausforderungen”. Die nun schon traditionelle filmische Zeitreise mit Klassikern aus dem DEFA-Studio in Babelsberg stellt in der kommenden Spielzeit in diesem Sinne Fragen nach dem Spannungsverhältnis zwischen beruflicher Herausforderung und subjektivem Glücksanspruch in den Mittelpunkt. Wenn die Filmhandlungen auch in eine vergangene Welt führen, so erweisen sich die verhandelten Konflikte überraschend zeitlos und damit oftmals sehr heutig. Immer wieder ist in diesen Filmen zu erleben, dass einerseits sehr genau und sinnlich erfahrbar Lebensumgebungen und damit Lebensverhältnisse der DDR-Gesellschaft aufgezeigt werden. Darüber hinaus aber sprechen die Filme allgemeinmenschliche Fragen an, deren Wurzeln in die Antike, bis zu den Geschichten der Bibel oder der Philosophie der Aufklärung zurückreichen. Mithin geht es um Formen und Inhalte von Leben schlechthin. Diesen Aspekten werden alle Filme der aktuellen Reihe gerecht.
Hier können Sie sich den aktuellen Flyer mit allen Filmen & Terminen ansehen.





