
Drei Schwestern
von Anton Tschechow
aus dem Russischen von Elina Finkel
Premiere 3. April 2027 auf der Hauptbühne
Vor elf Jahren sind die Schwestern Olga, Mascha und Irina samt Bruder Andrej in die Provinz gezogen, weil der Vater dorthin versetzt wurde. Nun ist er seit einem Jahr tot und die Sehnsucht auszubrechen wird übermächtig. Zurück in die Großstadt, in ein erfülltes Leben, voller Verheißungen und Hoffnung auf das Glück. Doch alle Versuche auszubrechen, scheitern und führen zu nichts. Sie scheinen zu versauern, sind hoffnungslos Gefangene ihrer Träume und Sehnsüchte. Olga, die als Lehrerin arbeitet und ihre ganze Energie in ihren Beruf steckt, Mascha, die in einer unglücklichen Ehe ausharrt und Irina, die an der Sinnlosigkeit des Lebens verzweifelt – sie alle eint die Unfähigkeit, das Glück in die eigene Hand zu nehmen und tätig zu werden. Dazu kommt, dass der spielsüchtige Bruder Andrej, der vergeblich von einer wissenschaftlichen Karriere geträumt hat, das gemeinsame Erbe und damit alle für einen Umzug nötigen finanziellen Mittel verzockt hat. Gäste gehen ein und aus und die Schwestern hoffen, dass sich ihr Schicksal nun vielleicht zum Guten wendet – durch Liebesgeschichten, eine neue Arbeit, ein Heiratsangebot oder ein Leben in der Großstadt. Tschechows Figuren, mit ihren Sehnsüchten, mit ihren Fragen nach Sinn und der eigenen Daseinsberechtigung, sind zutiefst menschlich, anrührend und immer in der Schwebe zwischen Tragik und Lächerlichkeit.