Glück im Hinterhaus
Regie Herrmann Zschoche 1980
DEFA-Filmreihe 2026/27
Ulrich Plenzdorfs Filmszenarium basiert auf der einst sehr erfolgreichen Prosaerzählung „Buridans Esel“ von Günter de Bruyn. Im Mittelpunkt steht die zeitlose Frage, ob berufliche Karriere und Wohlstand der zentrale Lebenszweck sein sollten.Der etablierte Bibliotheksdirektor Karl Erp verliebt sich in eine junge Praktikantin. Damit wird nicht nur seine ritualisierte Ehe in Frage gestellt, sondern auch sein Verhältnis zu den eigenen Jugendidealen. Wieviel hat er davon durch
Anpassung preisgegeben, allein des formalen Aufstiegs wegen?
Getragen wird die Handlung durch das differenzierte Spiel der Protagonisten Dieter Mann, Ute Lubosch und Jutta Wachowiak. Deren Agieren schafft einen weitreichenden Freiraum für subjektive Assoziationen seitens der Zuschauenden.
Über die DEFA-Filmreihe
Die DEFA-Filmreihe 2026/27 steht unter dem Titel „Persönliches Glück – gesellschaftliche Herausforderungen”. Die nun schon traditionelle filmische Zeitreise mit Klassikern aus dem DEFA-Studio in Babelsberg stellt in der kommenden Spielzeit in diesem Sinne Fragen nach dem Spannungsverhältnis zwischen beruflicher Herausforderung und subjektivem Glücksanspruch in den Mittelpunkt. Wenn die Filmhandlungen auch in eine vergangene Welt führen, so erweisen sich die verhandelten Konflikte überraschend zeitlos und damit oftmals sehr heutig. Immer wieder ist in diesen Filmen zu erleben, dass einerseits sehr genau und sinnlich erfahrbar Lebensumgebungen und damit Lebensverhältnisse der DDR-Gesellschaft aufgezeigt werden. Darüber hinaus aber sprechen die Filme allgemeinmenschliche Fragen an, deren Wurzeln in die Antike, bis zu den Geschichten der Bibel oder der Philosophie der Aufklärung zurückreichen. Mithin geht es um Formen und Inhalte von Leben schlechthin. Diesen Aspekten werden alle Filme der aktuellen Reihe gerecht.
Hier können Sie sich den aktuellen Flyer mit allen Filmen & Terminen ansehen.





