Im Namen der Freiheit

Zweiteiliger Tanzabend von Gábor Halász und Theo Yu Qang
Gastspiel der Landesbühnen Sachsen

Zwischen Wi­der­stand und Anpassung – Im Namen der Freiheit ist Tanz­thea­ter über das Leben in au­to­ri­tä­ren Ver­hält­nis­sen

Seit Jahren be­ob­ach­ten wir, wie de­mo­kra­tisch verfasste Ge­sell­schaf­ten auf der ganzen Welt in eine au­to­ri­tä­re, na­tio­na­lis­ti­sche Richtung driften. His­to­risch errungene Frei­heits­rech­te geraten unter Druck, das soziale Klima ver­schärft sich. In einem Dop­pel­abend prä­sen­tie­ren zwei Gast-Cho­reo­gra­fen ihre Sicht auf diese Ent­wick­lun­gen unserer Zeit.

Gábor Halász be­schreibt in seiner Arbeit „A Hundred Names of Captivity” die Aus­brei­tung eines neuen Kon­for­mis­mus, an­ge­trie­ben von An­pas­sungs­druck und Furcht vor dem Un­be­kann­ten. Was bedeutet so etwas für den öf­fent­li­chen Diskurs oder den Schutz für Menschen, die nicht der ge­sell­schaft­li­chen Norm ent­spre­chen? Der Ir­ra­tio­na­li­tät au­to­ri­tä­rer Herr­schafts-Narrative begegnet Halász mit absurdem Humor.

In »The Edge of Absence« un­ter­sucht Theo Yu Qang, was passiert, wenn sozialer und öko­no­mi­scher Druck ins Private vor­drin­gen und Orte des Rückzugs sich auflösen. Kann es uns gelingen, unsere In­di­vi­dua­li­tät auf­recht­zu­er­hal­ten oder wird sie un­wei­ger­lich ver­schwin­den? Ent­schei­den wir uns für die Flucht vor der Realität oder für offenen Wi­der­stand?

Die beiden Cho­reo­gra­fen wurden im Rahmen einer offenen Aus­schrei­bung für Alumni des Mas­ter­stu­di­en­gangs Cho­reo­gra­fie der Palucca Hoch­schu­le für Tanz Dresden aus­ge­wählt.

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