
Krabat
von Otfried Preußler
Premiere 19. September 2026 auf der Hauptbühne
Auf der Suche nach ein bisschen Glück und in der Hoffnung auf ein besseres Leben geht man so manches Risiko ein. Krabat, ein junger mittelloser Bursche, erhält ein verlockendes Angebot. Der geheimnisvolle Meister der Mühle am Schwarzen Wasser im Koselbruch sucht einen neuen Lehrlingsjungen. Doch Krabat lernt hier nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die schwarzen Künste. Er muss er kennen, dass dieser Ort seine eigenen finsteren Gesetze hat. Gegen Ende eines jeden Jahres wird die Stimmung der Gesellen trüber und gereizter. Voller Angst erwarten sie den Jahreswechsel. Nach Krabats erstem Lehrjahr ist es sein bester Freund Tonda, den das Los ereilt, in jener Nacht sterben zu müssen. Denn alle Burschen haben einen Pakt mit dem Meister geschlossen. Ihm verfallen, beugen sie sich unter das Joch der geheimen Bruderschaft, das ihnen zwar die Arbeit erleichtert, sie aber auch auf die Mühle bannt. Als Krabat sich in die Kantorka, ein junges Mädchen, verliebt, unterbreitet der Meister ihm ein weiteres Angebot. Wird er der dunklen Verlockung nachgeben oder führt Kantorka ihn zurück in die Welt fernab der Mühle? Fest steht: Der Weg zurück in die Freiheit kann Krabat nicht allein gelingen.
Die sorbische Sage inszeniert Markolf Naujoks als eine große Erzählung mit Live-Musik, Gesang und vielen Bildern. Aus der unheilvollen Wirklichkeit des 30-jährigen Krieges fliehend, erscheint die Welt des Meisters als Sehnsuchtsort und Verhängnis zugleich.