Sebastian Krumbiegel

Konzert
Lesung

mit „Kompass”

Als kleiner Junge sang ich im Thomanerchor 
Den Leuten Lieder in der Kirche vor 
Mein Lehrer war Johann Sebastian Bach 
Meistens ging es um Jesus 
(Halleluja)

Um Jesus geht es auf KOMPASS, dem neuen Album von Prinzen-Frontmann Sebastian Krum­bie­gel, mal wieder nicht. Dafür etwa um Elon Musks Steu­er­erklä­rung, den kleinen Prinzen, dass 2+2= 5 ist, warum man trotz allem keine Angst haben und lieber von einer besseren Welt träumen sollte, und es geht um Musik. Um mehr Musik. 

Apropos: Knapp 70 Auftritte spielte Sebastian Krum­bie­gel in den letzten 12 Monaten, knapp 70 Songs schrieb er in der gleichen Zeit. Er testete die Lieder auf Herz und Nieren, ar­ran­gier­te um, verwarf, erschuf. Das Ergebnis: Sein neues Album KOMPASS. 

Wie man sieht, liebt es Sebastian Krum­bie­gel, Songs zu schreiben und live zu spielen. Und er liebt es, vor, während und nach den Auf­trit­ten sein Publikum nicht nur zu un­ter­hal­ten, sondern sich auch mit seinem Publikum zu un­ter­hal­ten. Und nach und nach kris­tal­li­sier­te sich in seinen Ge­sprä­chen heraus, dass eben jenes Publikum in unseren schweren Zeiten nach positiven Liedern verlangte. So gesehen war das hoch ge­schätz­te Publikum der KOMPASS für die Song­aus­wahl des vor­lie­gen­den Albums. KOMPASS enthält 14 Songs, in denen das Glas grund­sätz­lich halbvoll, das Gras grund­sätz­lich grün und das Licht am Ende des Tunnels grund­sätz­lich nicht von einer ent­ge­gen­kom­men­den Lo­ko­mo­ti­ve ist.

Auch Krum­bie­gel selber hatte, wie er sagt, keinen Bock auf traurige Lieder. Wer jetzt al­ler­dings denkt, der Künstler würde in seichte Gefilde abdriften, irrt: Krum­bie­gel gelingt, wie wenigen sonst, der Spagat zwischen Un­ter­hal­tung und Reflexion, zwischen Kritik und Op­ti­mis­mus. 

Sebastian Krum­bie­gel ist einer, der glaubt. Er glaubt an die Kraft der Kunst, an die Mög­lich­keit der Ver­än­de­rung zum Besseren, und seine Songs handeln genau von diesem Glauben. Er erinnert daran, den Traum von einer anderen, har­mo­ni­sche­ren Welt nicht zu vergessen. Und das gelingt ihm ohne Kitsch. Dafür mit Humor, viel Humor. 

Auch mu­si­ka­lisch ist KOMPASS ein op­ti­mis­ti­sches Album, ein op­ti­mis­ti­sches Album, aber ohne Au­gen­wi­sche­rei.

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