Senftenberger Lesung

mit Annett Gröschner

"Schwebende Lasten"

Nicht weniger als ein ganzes Leben erzählt Annett Gröschner mit der Ge­schich­te der Blu­men­bin­de­rin und Kran­fah­re­rin Hanna Krause – mit einer Wucht und Poesie, wie sie nur dort entstehen können, wo die Literatur wirk­lich­keits­satt ist.
Hanna Krause war Blu­men­bin­de­rin, bevor das Leben sie zur Kran­füh­re­rin machte. Sie hat zwei Re­vo­lu­tio­nen, zwei Dik­ta­tu­ren, einen Aufstand, zwei Welt­krie­ge und zwei Nie­der­la­gen, zwei De­mo­kra­ti­en, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Le­bens­en­de. Hatte später, nachdem ihr Blu­men­la­den längst Ge­schich­te war, von einem Kran in der Halle eines Schwer­ma­schi­nen­bau­be­trie­bes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Be­zie­hun­gen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb recht­zei­tig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben.
Annett Grösch­ners Roman erzählt die Ge­schich­te eines Jahr­hun­derts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft un­sicht­bar bleiben. Ein Roman über das Ende des In­dus­trie­zeit­al­ters und seiner Heldinnen im Osten Deutsch­lands – und über eine ge­wöhn­li­che Frau in diesem un­fass­ba­ren 20. Jahr­hun­dert.
Zuletzt war die vielfach aus­ge­zeich­ne­te Autorin mit dem SPIE­GEL­Be­st­sel­ler „Drei ost­deut­sche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ an der neuen Bühne zu Gast.

„In perfekter Balance zwischen lakonisch und herz­zer­rei­ßend wird hier ein Leben in diesem fürch­ter­li­chen 20. Jahr­hun­dert erzählt, Kriege und Ver­zweif­lung, Liebe und Auf­op­fe­rung, zarte Blumen und über­mensch­li­che Kraft.“- Elke Hei­den­reich

 

Dank an die Seenland Buch­hand­lung für den Bü­cher­tisch!

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