Und der Haifisch …

LandesBühne

Texte und Lieder von Bertolt Brecht

Premiere 7. November 2026 in der neuen Bar 

Die „Moritat von Mackie Messer“ aus der welt­be­rühm­ten „Drei­gro­schen­oper“ führt mitten hinein in Brechts selbst­ge­wähl­te Le­bens­auf­ga­be: die ge­sell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se zu zeigen, wie sie sind – und zugleich hoff­nungs­voll aus­zu­ru­fen: Es könnte aber doch ganz anders sein! 

Brechts Lieder und Gedichte sind mal bit­ter­bö­se politisch, mal me­lan­cho­lisch und dann wieder derbe wollüstig. Liedern, in denen er Krieg und Aus­beu­tung an­pran­gert, stehen per­sön­li­che Töne gegenüber – etwa in dem Gedicht „Er­in­ne­rung an Marie A.“, in dem ein flüch­ti­ger Moment der Liebe gegen das Vergehen der Zeit auf­scheint. Sein Weg ins ame­ri­ka­ni­sche Exil während des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus führt ihn mit dem Kom­po­nis­ten Paul Dessau zusammen – neben Kurt Weill und Hanns Eisler wird er zu einem zentralen mu­si­ka­li­schen Partner. 

Über viele Jahre begleiten und in­spi­rie­ren Brecht prägende Frauen wie seine Mit­ar­bei­te­rin­nen Elisabeth Hauptmann und Ruth Berlau. Mit seiner zweiten Frau Helene Weigel kann er 1948, nach langen Jahren im Exil, an seine früheren Erfolge in Deutsch­land anknüpfen. Sie gründen kurz darauf gemeinsam das „Berliner Ensemble“ und ent­wi­ckeln die Theorie des epischen Theaters. 

Nicole Felden und Saessak Shin, die mit „Tingel Tangel“ bereits in der Spielzeit 2024/25 er­folg­reich einen politisch-un­ter­halt­sa­men Lie­der­abend rea­li­siert haben, schaffen eine poetische Ver­dich­tung dieses fa­cet­ten­rei­chen Kosmos. So entsteht ein mu­si­ka­li­scher Abend, der den 70. Todestag Brechts mit Momenten über­ra­schen­der Ge­gen­wär­tig­keit begleitet.

Fassung & Regie
NicoleFelden
Musikalische Leitung
SaessakShin
Kostümbild
MagdalenaFauck
Dramaturgie
AnnaGerhards
KarstenZinser